Kia ora“

(ist eine der traditionellen Begrüßungen der Māori, des indigenen Volkes Neuseelands. Es wird sowohl zur Begrüßung als auch zum Abschied verwendet.)

Unser 99 days trip geht weiter und wir landen nach 4 Stunden Flug im leicht bewölkten aber warmen Christchurch.

Am Flughafen werden wir mit einem Shuttle zum Campingverleih „Britz“ gebracht. Geht alles relativ schnell und unkompliziert über die Bühne.

„Bamm“ – da steht er! Unser Campingwagen für die nächsten 5 Wochen! Essen, Schlafen, Kochen und Duschen – alles auf ein paar Quadratmetern. Für Camillo ein Traum. Und für Christian noch viel mehr:-)

Von Christchurch selbst sehen wir nicht wirklich viel. Viel zu sehr haben wir den Drang uns so schnell wie möglich mit unserem Campingbus ins Grüne zu bewegen.

Ausserdem müssen wir uns erst an dieses „riesen Schiff“ auf der Straße gewöhnen. Und das ist für den Anfang außerhalb der Stadt stressfreier. Muss aber dazu sagen, dass Christian die erste Fahrt wirklich bravourös meistert.

Noch dazu kommt ja, dass der Fahrer auf der rechten Seite sitzt und auf der linken Seite fährt.  Auch für mich zu erst als Beifahrer sehr ungewohnt und bei jeder Kreuzung oder Kreisverkehr nerv ich Christian mit den Worten: links halten, links halten, links halten…….

Aber wie schon gesagt, wir meistern das bravourös und starten unsere Campingtour sehr spontan, mit Zufallsfinger auf der Karte. Akaroa ist nicht zu weit weg und liegt weiter östlich am Meer.

Dort wollen wir hin! (Sehr zu empfehlen ist die „Camper Mate“ App – dort findet man überall Campingplätze aller Art, Tankstellen, Lebensmittelshops,……)

Akaroa

Der Ort liegt ca 80 km von Christchurch entfernt, an einem Naturhafen, überragt von Hügeln, die einem ehemaligen Vulkan entstammen.

In Worten können wir kaum fassen was dieser Anblick zu bieten hat. Grüne saftige Wiesen, traumhafte Bergriesen, Kühe, Schafe,….(ein bisschen wie ein schönes Stück Österreich) und gleich nebenan das tiefblaue Meer, Strände und ganz viele Möwen (die begleiten uns durch ganz Neuseeland).

Neben den Naturgewalten sind wir von den Häusern und dem kleinen Zentrum Akaroas sehr angetan. Viele kleine Kaffees und Shops versüssen und verzaubern nur beim Anblick.

Eine Besonderheit gibt es in der Bucht von Akaroa. Dort leben rund 30 Hector-Delfine, eine seltene Art, die nur hier vorkommt. Für diese Meeresbewohner wurde extra ein Naturschutzgebiet an der Küste eingerichtet, damit die Delphine nicht von Fischernetzen verletzt werden.

Tja, wir hatten leider Pech und haben sie nicht gesehen. Auch das Schwimmen mit den Delfinen wird dort angeboten. Wir haben nur leider um die 15 C und Regen (Ja, schon wieder Regen). Somit fällt das Wort wörtlich ins Wasser. Ein Rochen lässt sich kurz blicken und taucht nach ein paar Sekunden wieder ab.

Für uns eine große Freude.

Weiter gehts zum Leuchtturm und wieder zurück zum Campingplatz. Die erste Nacht im Camper – wie aufregend.

2 Tage später geht die Reise über Wakanui (dort verbringen wir eine Nacht und lernen einen älteren Herren kennen der 2 kleine Küken unter seinem Bart vertsteckt hat 🙂 (Anmerkung Christian: Das ist fotografisch gesehen der unglaublichste Moment meiner letzten 10 Jahre. Wir waren so angetan von den Küken, die aus dem Bart gekrochen sind, dass wir vergessen (!!!) haben, ihn zu fotografieren. :)) und kurzer Stop in Timaru nach Oamaru (ca 250 km von Christchurch entfernt).

Beim Strandspaziergang treffen wir eine riiiesige Siedlung Kormorane die wohl grad Wind und Sonne genießen. Sehr schöner, irgendwie beruhigender Anblick.

Oamaru

Oamaru liegt an der Pazifikküste. Ein wirklich spezielles Fleckchen Erde. Es ist kalt. Wirklich kalt! Der Eiswind zwingt uns in Jacken, Hauben und sogar Schals. Man merkt, dass die Arktis nicht so weit entfernt liegt.

 

Wir sind hart im Nehmen und schauen uns die Gegend an, weil uns jemand in Wakanui erzählt hat, dass es hier Pinguine gibt.

Pinguin-Kolonien

Im Bereich des Hafens lebt die Oamaru Blue Penguin Colony, eine Kolonie von Zwergpinguinen. Leider wird jetzt auch dort Geld verlangt um Pinguine in ihrer Natur zu sehn. Wir verzichten und hoffen auf ein Wunder.

Bei Einbruch der Dunkelheit können Pinguine auf dem Weg zu ihren Nestern beobachtet werden. Und genau das haben wir erlebt. Dank Camillo! Mit den Worten:

Mama und Papa! Ich will jetzt raus gehen (22:00 Uhr) und schaun, was Pinguine für Füße haben?

Und wer kann schon einen Abenteurer aufhalten wenn er auf der Suche nach einer Antwort ist?!

Gesagt getan und wir machen uns auf den Weg. Und tatsächlich! 3 kleine Pinguine kreuzen unsern Weg und watscheln an uns vorbei. Aufregend hoch 10!

Neben unserem Campingplatz befindet sich ein wirklich großer Spielplatz und eine Wiskeybrauerei aus dem 19. Jahrhundert. Nebenan führt uns der Weg in eine historische Altstadt. Die besteht zwar nur aus wenigen Straßen, ist aber sowas von sehenswert und vor allem inspirierend. – Dieser Stadtteil und das Hafenviertel stehen unter Denkmalschutz – gut so!

Weiter geht die Reise über die Mooraki boulders – Schildkrötenförmige Steine im Wasser( leider mussten wir  sie auslassen, weil Camillo am Rücksitz gerade eingeschlafen ist), nach Dunedin.

Dunedin

Dunedin ist die zweitgrößte Stadt der Südinsel Neuseelands und ist ca. 400 km von Christchurch entfernt.

Ein toll ausgestatteter Campingplatz (Holiday Inn) mit einem atemberaubenden Strand. Zum Baden lädt das Wetter leider nicht ein aber selbst ein Spaziergang reicht völlig aus um das Ambiente zu genießen.

Der Bahnhof Dunedins ist heute eines der bekanntesten Bauwerke auf der Südinsel Neuseelands und ein Juwel der Architektur des Landes.

Wir lassen uns das nicht entgehen und nutzen die Gelegenheit für eine 1en halb stündige Zugfahrt.

Leider ein ziemlicher Reinfall. Wir kommen uns vor wie im Pensionistenzug (nichts gegen Pensionisten) und von schönem Ausblick keine Spur. (weil alles von Sträuchern und Bäumen verdeckt war)

Royal Albatross Center

Taiaroa Head ist ein Kap am Ende der Otago Peninsula in Neuseeland.

Auf dem Kap befindet sich eine 1919 entstandene Kolonie von über 100 Exemplaren des Nördlichen Königsalbatross – die einzige Kolonie in einem bewohnten Teil der Hauptinseln.

Schon alleine der Weg dorthin lohnt sich. Eine wunderschöne Küstenstrasse – Filmkulisse noch und nöcher.

Dort angekommen, werden wir von den gigantischen und majestätischen Vögeln schon empfangen. Luftspiele und lautes Geschrei lassen uns in den Himmel staunen.
Auch Robben bekommen wir dort zu Gesicht. Ganz in natura. Sie liegen am Strand und faulenzen. So wie es sich für Robben eben gehört.

Wir haben bis jetzt ca 500 km ohne Probleme hinter uns gelassen. Camillo wird jetzt als absolutes Reisekind ausgezeichnet. Großer Bär – wir sind echt stolz auf dich….

…die Reise geht weiter…”Kia ora” (jetzt wisst ihr ja schon was es heißt:-))

“we have nothing to lose and a world to see”

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Sarah ist die beste Mama der Welt. Sagen Camillo und Christian. Beruflich als Stylistin und Makeup Artist unterwegs und eine super Köchin. Wenn sie Lust hat. Sagen Camillo und Christian.

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